Schulgeschichte

Wenn man die Vergangenheit unserer Schule betrachtet, so bemerkt man nicht eine, sondern zwei Entstehungsgeschichten:

  • die des Schulgebäudes Dunckerstr. 65/66, in der sich zur Zeit unsere Schule befindet,
  • und die der Käthe-Kollwitz-Oberschule, mit ihrem Namen, ihren Lehrern und Direktoren.

Auch ein kleiner Einblick in das Leben von Käthe Kollwitz wird hier gegeben.



Käthe Kollwitz Drucken

Sie zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern des 20.Jahrhundert
Mit ihren Lithografien, Radierungen, Kupfer- und Holz- schnitten und Plastikenschuf sie einen zeitlosen Kunststil und war zeitlosen Kunststil und war zeitweilig auch als Bildhauerin tätig
Geboren wurde sie am 8. Juli 1867 in Königsberg.
Ihre Kindheit erlebte sie als fünftes Kind in einer frei-religiösen Familie.
ab 1881 (14 Jahre alt) wurde sie in Kupferstecherei und Kunst unterrichtet.
In ihrer Jugendzeit studierte sie von 1885 bis 1886 an der Künstlerinnenschule in Berlin. Des Weiteren führte sie Malstudien in München durch
Lebenserfahrungen sammelte sie durch ihre Kunstkenntnisse in einem Münchener Radierverein, dem sie 1888 beitrat. Der Kontakt mit vielen älteren Künstlern ermöglichte ihr, ihr Verständnis zur Kunst zu vergrößern und zu forcieren.
Im Erwachsenenalter führte sie ihr Weg zurück nach Berlin, wo sie den Arzt Dr. Karl Kollwitz kennenlernte, und nach der Heirat 1891 ihren ersten Sohn zur Welt brachte. Erste Selbstbildnisse, Zuwendung zur klassischen Literatur, Musik und zum Theater gaben ihr einen Anreiz, soziale Strukturen und Tendenzen in den Vordergrund ihrer Arbeiten zu stellen. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes (der 1914 als Kriegsfreiwilliger fällt) 1896 erlangte sie durch den "Weberaufstand" ihren künstlerischen Durchbruch in der Öffentlichkeit.
Politische Laufbahn Sie, Miglied in der Künstlerorganisation Berliner Secession, arbeitete für die Internationale Arbeiter Hilfe IAH und war als erste Frau 1919 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Doch einer Partei gehörte sie nie an, empfand sich aber als Sozialistin (unterstützte den Aufruf der Zusammenarbeit von SPD und KPD)
Gestorben ist Käthe Kollwitz am 22.April 1945, wenige Tage vor Kriegsende, in Moritzburg.
..Nachruf: Sie besaß die Gabe, die wirkliche Welt mit offenen Augen zu sehen und das Geschaute mit einfühlsamer Anteil- und mutiger Stellungnahme künstlerisch zu schildern.Ihrer Meinung nach hatte Kunst die Aufgabe, die sozialen Bedingungen darzustellen
 
Geschichte unserer Schule Drucken
Alles fing an: Es begann mit der Gründung der „3. Oberschule“ von Berlin im Jahre 1906. Das Schulgebäude befand sich damals in der Gemeindeschule in der Choriner Straße.
Bald darauf Die „Königsstädtische Oberrealschule“ zog unter der Leitung des ersten Direktors, Oberstudie at Professor Doktor Mellmann, in einen Hoffmannbau, in der Pasteurstraße.
In den 20er Jahren Die Schule zeichnete sich durch bemerkenswerte naturwissenschaftliche Leistungen aus.
Im Dritten Reich Die Schule erhielt anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens den Namen „Blücherschule“.
1944 Die Schule wurde durch einen Bombenangriff fast völlig zerstört.
1945 Der Unterricht begann bereits erneut in einer Knabenschule (die heutige „Pasteur Oberschule“) unter der Leitung des Direktors Herrn Spindler.
1946 Herr Gröbel wurde zum festen Direktor der Schule.
25. April 1946 Die benachbarte Mädchenschule erhielt den Namen „Käthe Kollwitz“.
1950 Durch starken Lehrerabgang musste das Lehrerkollegium bis auf 3 Lehrer erneuert.
1951 Beide Schulen schlossen sich zur Erweiterten Oberschule (EOS) „Käthe Kollwitz“ zusammen. Der damals erst 23 jährige Herr Rasmuss übernahm nun die Leitung der Schule.
1952 bis 1958 Der damalige Schulchor, geleitet von Herr Doktor Grandi, einem mehrfach ausgezeichneten Pädagogen, war der beste der acht Ostberliner Stadtbezirke. In mehr als 140 Auftritten wurde das Können der Schüler bewiesen. In einem Schulführer steht über diese Zeit:
"Von nun an erbrachten die Schüler der KKS hervorragende Leistungen auf allen Gebieten der Bildung"
1953 Herr Doktor Kahlenbach übernahm die Leitung der Schule.
1957 Aus dem Studium zurückgekommen übernahm Herr Rasmuss wieder den Direktorposten der KKOS.
1991/92 Zu Beginn dieses Schuljahres zog die KKOS aus ihrem Schulgebäude in der damaligen John-Schehr-Straße in die Dunckerstraße. Durch die Neugestaltung des Schulsystems – nach der Vereinigung – verlor die Schule ihren Namen und hieß nur noch 3. Gymnasium Prenzlauer Berg. Die Schule bemühte sich um ihren alten Namen – mit Erfolg, denn seit dem
18. Juni 1993 steht an unserem Schulgebäude wieder der Name der Künstlerin. Drei Tage später folgte dem Namen auch die Kollwitz-Plastik, die früher in der John-Schehr-Straße stand.
 
Geschichte des Gebäudes Drucken
1900 Das Gebäude wurde von dem bekannten Architekten Ludwig Hoffman entworfen und 1898 bis 1900 erbaut.
Am 1.Oktober 1900 eröffnete in ihm eine streng getrennte Verbindung aus Jungen- und Mädchenschule.
Die Jungenschule wurde belegt durch Schüler der 209. Gemeindeschule und die Mädchenschule von Schülerinnen der 215. Gemeindeschule (beide Schulen lagen vorher in Mietshäusern in der Schliemannstraße 37 bzw. der Brunnenstraße 39).
1939 Zu dieser Zeit fand die erste Umbenennung statt. Die Jungenschule wurde zur 19. Volksschule und die Mädchenschule zur 20. Volksschule. Zusätzlich wurde eine Knabenmittelschule eingerichtet, welche aus den sechs oberen Klassen bestand.
1942 In den Kellerräumen wurde ein öffentlicher Luftschutzraum für 125 Personen eingerichtet.
1943 Die Schule wurde zweimal teilzerstört.
1945 Am 28. Mai konnte der Unterricht wieder aufgenommen werden.
1972 Dachstuhlbrand, wodurch das Gebäude eine neue Dachstuhlkonstruktion erhielt.
1988 Die 19. und 20. Volksschule wurde vereinigt zur 20. Oberschule und erhielt den Namen "Karl-Thoma-Oberschule".
1991 Im Rahmen der Neuordnung des Ost-Berliner Schulwesens nahm im Gebäude das 3.Gymnasium den Unterricht auf.
1992 Am 12. Mai beschloß der Senat, auf Antrag der Schulleitung, dem 3.Gymnasium den Namen "Käthe-Kollwitz-Oberschule" zu geben.
1993 Am 18. Juni fand die offizielle Namensgebung auf dem Schulhof statt.
 

Aktuelle Seite:

Startseite Schulgeschichte